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#ZukunftZuhause

Welche Fragen haben Sie?


Rund um die Wärmewende gibt es viele Fragen – und das ist gut so. Denn je besser wir alle informiert sind, desto leichter gelingt unser gemeinsamer Weg in eine klimafreundliche Wärmeversorgung in Essen. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen: von den Grundlagen der Wärmewende bis zu konkreten Lösungen vor Ort.

Fragen und Antworten

Die Wärmewende beschreibt den notwendigen, nachhaltigen Umbau unserer Wärmeversorgung: weg von fossilen Brennstoffen, hin zu klimafreundlichen Lösungen wie Fern- und Nahwärme, erneuerbaren Energien und Wärmepumpen. Ziel ist es, den Klimawandel zu begrenzen, unabhängiger von Energieimporten zu werden und langfristig eine stabile, bezahlbare Wärmeversorgung zu sichern.

Die heutige Wärmeversorgung ist für mehr als die Hälfte des Energieverbrauchs und einen großen Teil der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Dementsprechend kann die Wärmewende erheblich dazu beitragen, den Ausstoß von Treibhausgasemissionen zu senken – mit anderen Worten: ohne die Wärmewende ist Klimaneutralität nicht erreichbar.

Klimaneutralität bedeutet, dass menschliche Aktivitäten das Klima insgesamt nicht beeinflussen. Um dies zu erreichen, müssen Treibhausgasemissionen wie CO2 in allen Bereichen des Alltags und der Wirtschaft reduziert werden.

Essen strebt Klimaneutralität bis spätestens 2040 an. Um dieses übergeordnete Ziel zu erreichen, setzt die Stadt den Aktionsplan SECAP um (Sustainable Energy and Climate Action Plan). Er enthält konkrete Maßnahmen bis 2030, etwa in den Bereichen energetische Sanierung, erneuerbare Energien und nachhaltige Mobilität – ergänzt durch neue Felder wie Ernährung und CO2-Kompensation.

Städte und Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sind gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2026 einen Fahrplan für die Wärmewende zu entwickeln. Die kommunale Wärmeplanung (KWP) zeigt auf, wie die Wärmeversorgung in Zukunft klimaneutral gestaltet werden kann. Dazu untersuchen die Kommunen unter anderem, 

  • wieviel Wärme in der Kommune verbraucht wird,
  • welche erneuerbaren Energiequellen vorhanden sind,
  • in welchen Stadtgebieten Wärmenetze oder eher andere Heizsysteme sinnvoll sind. 

Ziel ist es, Transparenz und Planungssicherheit zu schaffen und eine zukunftsfähige, möglichst kosteneffiziente und treibhausgasneutrale Wärmeversorgung zu sichern.

Als verantwortungsvoller lokaler Energieversorger und Partner der Essener Bürgerinnen und Bürger gestalten die Stadtwerke Essen die Wärmewende aktiv mit. Wichtigstes Ziel ist es, alle Menschen in Essen sicher und nachhaltig mit Wärme zu versorgen. Gemeinsam mit der Stadt Essen entwickeln die Stadtwerke Essen deshalb Alternativen für eine klimaneutrale Versorgung von Haushalten, Gewerbe und Industrie – und setzen dabei vor allem auf erneuerbare Energien und vorhandene Wärmequellen vor Ort. Ein Beispiel ist das Projekt StadtWärme, bei dem unter anderem Grubenwasser für moderne Niedertemperatur-Wärmenetze genutzt werden soll.

StadtWärme ist eine moderne, klimafreundliche Form der Wärmeversorgung und ein wichtiger Baustein der Wärmewende in Essen. Sie basiert auf sogenannten Niedertemperatur-Wärmenetzen (NTW). Diese leiten die Wärme ähnlich wie bei der Fernwärme direkt ins Haus – dank NTW geschieht dies aber effizienter. Zur Wärmegewinnung können vorhandene Energiequellen in verschiedenen Essener Stadtteilen genutzt werden, zum Beispiel Grubenwasser, Flusswasser, Klarwasser oder Abwasser. 

Herkömmliche Fernwärme benötigt Temperaturen von bis zu 120 °C. Niedertemperatur-Wärmenetze können dagegen mit vergleichsweise niedrigen Vorlauftemperaturen von ca. 75-95 °C arbeiten. Dadurch lassen sich viele erneuerbare Energiequellen effizient nutzen, deren Wärme oft nur niedrige bis mittlere Temperaturen erreicht. Die Wärme kann direkt ins Netz eingespeist werden kann, ohne dass sie stark aufgeheizt werden muss. Zudem sinken die Wärmeverluste im Netz, was die Energieeffizienz weiter erhöht.

Im Rahmen der „Bundesförderung effiziente Wärmenetze“ (BEW) untersuchen die Stadtwerke Essen, in welchen Stadtgebieten sich die neuen klimaneutralen Wärmenetze technisch, wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll umsetzen lassen. Erste Machbarkeitsstudien zur StadtWärme sind bereits erfolgreich abgeschlossen; 2026 starten die konkreten Planungen für erste Niedertemperaturwärmenetze – zum Beispiel im Gebiet Überruhr/Burgaltendorf. Insgesamt sollen die neuen Wärmenetze in 13 Essener Stadtgebieten entstehen.

Nein. Die Voraussetzungen (z.B. nutzbare Wärmequellen) in den verschiedenen Essener Stadtbezirken sind unterschiedlich. Die Stadtwerke Essen stützen sich daher bei der Wärmewende auf mehrere Säulen. Dazu gehören 

  • der Bau neuer Niedertemperatur-Wärmenetze (StadtWärme), 
  • Kooperationsmodelle für Wärmepumpen, PV-Anlagen und Stromspeicher für Gebiete, in denen es keine Wärmenetze geben wird,
  • die Transformation des bestehenden Gasnetzes/die Vorbereitung auf potenzielle Zukunftslösungen wie die Nutzung von Wasserstoff als Energiequelle.

Mieterinnen und Mieter profitieren von moderner, effizienter Wärmeversorgung und langfristig stabileren Heizkosten.

Immobilienbesitzerinnen und -besitzer sollten sich frühzeitig informieren, welche Heizlösung für ihr Gebäude künftig sinnvoll ist und welche Förderungen es gibt. In der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Essen können sie die lokalen Karten der Wärmeplanung einsehen.

Nein. Wenn ein Hauseigentümer den Anschluss an ein Wärmenetz plant, darf die vorhandene Heizung bis zu zehn Jahre weiter betrieben werden.

Ja. Bund, Länder und Kommunen bieten verschiedene Förderprogramme für klimafreundliche Heizsysteme an.

Sie können weiter genutzt werden, solange sie funktionieren. Langfristig sollen sie jedoch durch klimafreundliche Alternativen ersetzt werden.

Die folgenden erneuerbaren Heizsysteme gelten als klimafreundlich und erfüllen die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes: 

  • Luft-, Erd- und Wasserwärmepumpen
  • Biomasseheizungen (z.B. Holzpellets)
  • Solarthermie
  • Anschluss an ein Fernwärme- oder Wärmenetz
  • Hybridheizungen mit mindestens 65 Prozent erneuerbarem Anteil

Energieeinsparung ist ein zentraler Baustein der Wärmewende. Gut gedämmte bzw. energetisch sanierte Gebäude verbrauchen weniger Wärmeenergie – das spart Kosten und klimaschädliche Emissionen. Aber auch die Umstellung auf effizientere Wärmeversorgungssysteme wie die Essener StadtWärme tragen zu einer besseren Gesamtbilanz bei.

Ziel der Wärmewende ist eine sichere und langfristig bezahlbare Wärmeversorgung – unabhängig von fossilen Brennstoffen. Beispiel StadtWärme: Die laufenden Kosten sind in der Regel konkurrenzfähig. Denn die Energie wird effizient genutzt, erneuerbare Energiequellen reduzieren die Abhängigkeit von schwankenden Brennstoffpreisen und es fallen keine CO2-Abgaben für den Einsatz fossiler Energieträger an. Zusätzlich profitieren Nutzerinnen und Nutzer von geringeren Wartungskosten, da kein eigener Heizkessel erforderlich ist.

Die Essener Bürgerinnen und Bürger können aktiv zur Wärmewende beitragen, indem sie ihre Heizsysteme auf erneuerbare Energien (z.B. Wärmepumpen) umstellen, Gebäude energetisch sanieren und Energie sparen.

Ihre Frage ist noch nicht beantwortet? Wir sind für Sie da. Rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns.

 

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